Floating Histories
29.5.–26.6.2026
Lill Carr, Christina Gruber, Kathrin Gruzei, Gabriele Sturm, Kombinat Nordwest (Pual Papalacca & Max Weidacher), Temporäre Hafenarbeiter*innenkapelle
Die Arbeiten in dieser Ausstellung verweisen auf die Vorgeschichte des Areals, als ein mit Schiffen befahrbarer Arm der Donau das Areal des späteren Nordwestbahnhofs durchfloss, an dem sich „Am Tabor“ noch bis ins 18. Jahrhundert eine Schiffswerft befand. Wie die Werft und die Schifffahrt so war auch der Bahnbetrieb ab 1872 eine Arbeits- und Lebenswelt, dessen Netzwerk weit über die Grenzen der Stadt Wien hinausreichten. Diese wollen wir in Erinnerung rufen, ebenso auch den eigentlichen Zweck des Flusses, der lange nur als massive Störung wahrgenommen wurden: nämlich Sedimente zu transportieren und abzulagern. über ein Vor-Projekt wurde eine raumgreifende Installation aus vor Ort vorgefundenen Objekten errichtet, die nun als Ready Made Display für die Ausstellung und das Rahmenprogramm dient.
https://tracingspaces.net/habitat-hybrid/werft/
Tracing Spaces sammelt unter dem Label „Museum Nordwestbahnhof“ Narrative und Artefakte aus der vielfältigen Geschichte des Wiener Nordwestbahnhofs, die in unterschiedlichen Inszenierungsformaten im Innenraum sowie auf der Brache des stillgelegten Güterumschlagplatzes einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Langfristiges Ziel dieser Praxis ist die Re-Integration dieser Narrationen als identitätsstiftende Marker in das hier neu entstehende Stadt-Entwicklungsgebiet und die Etablierung des Museums als lokales Kulturzentrum in einer der historischen Lagerhallen am Areal.