Twentysix: (M)emory
Seit 2024 findet an verschiedenen Orten eine Reihe thematischer Filmvorführungen unter dem Titel „Twentysix“ statt, wobei jede Vorführung einem der 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets gewidmet ist. Jeder Buchstabe markiert den Beginn eines thematischen Schwerpunkts. Die siebte Vorführung der Reihe untersucht unter dem Begriff (M)emory, inwieweit die Wahrnehmung von Filmen durch die Einflüsse von Erinnerung und unmittelbarer Erfahrung geprägt wird. In audiovisuellen Formaten wird deutlich, wie Zeit bricht, zurückkehrt und sich in einer Schleife wiederholt. Wenn wir einen Film sehen, nehmen wir immer nur einzelne Sequenzen nacheinander wahr. Um den Film als Ganzes zu verstehen, müssen wir diese einzelnen Fragmente in unserem Gedächtnis miteinander verknüpfen. Durch Smartphones und soziale Medien entstehen Bilder zunehmend in Echtzeit, wodurch Erinnerung zu etwas Öffentlichem und dauerhaft Zugänglichem wird. Die Filmvorführung wird von einer Publikation mit Texten von Inga Charlotte Thiele und Steve Reinke begleitet, die bei der Veranstaltung erhältlich sein wird.
Der KUNSTVEREIN GARTENHAUS ist ein gemeinnütziger Raum in Wien, der sich der Präsentation und Beauftragung zeitgenössischer Kunst widmet und internationale sowie in Österreich ansässige Künstler*innen dabei unterstützt, neue Wege zu beschreiten und kritische Arbeiten auszustellen.
Mit einem Schwerpunkt auf Film, Performance, Klang und neuer Literatur fördert das Programm interdisziplinäre Praktiken und unterrepräsentierte Positionen. Jedes Jahr entfaltet sich eine Reihe von Ausstellungen, die kritisch erweitert werden und im Dialog mit einem aktiven öffentlichen Programm aus Performances und Veranstaltungen stehen.
Der KUNSTVEREIN GARTENHAUS ist Ausstellungsraum, Verlag und Community-Plattform.