Als eine Sammlung von Auftragswerken und Texten umfasst das Palais des Beaux Arts Wien ein gleichnamiges Jugendstilgebäude aus dem Jahr 1908. Ohne Schlüssel für den Zugang zum Gebäude werden jedes Jahr Künstler*innen eingeladen, sich mit der gewalttätigen Vergangenheit, der schwankenden Gegenwart und den möglichen Zukünften des Ortes auseinanderzusetzen. Der institutionelle Rahmen übernimmt hier mehrfache Rollen der Aneignung und untersucht, ob und wie künstlerische Interventionen Druck auf größere technologische, ästhetische und politische Ebenen ausüben können, falls überhaupt.