Anna Lerchbaumer: Open Tabs and Closed Locks

29.5.–31.5.2026


Anna Lerchbaumer


Eine Sitzgarnitur, die Reste eines gestohlenen Fahrrads oder ein hinter der Regenrinne versteckter Schlüsselsafe. Wie Alltagsobjekte, die umschlossen oder angekettet sind, nehmen Anna Lerchbaumers Arbeiten den Stadtraum provisorisch in Besitz. Vor dem Hintergrund des Palais des Beaux Arts als künstlerischem Interface, klinken sie sich in die bestehende Infrastruktur ein. Die Werke sind abgesperrt und dennoch ihrer Umwelt schutzlos ausgeliefert. Als ortsgebundene, verschlüsselte Zeichen untersuchen sie Formen des Ein- und Ausschlusses in der postdigitalen Öffentlichkeit. Zugang fehlgeschlagen. Caps Lock aktiviert? H-I-E-R am umzäunten Rudolf-von-Alt-Platz und den vergitterten Fenstern des Gebäudes in der Löwengasse 47A treten Annas Lerchbaumers Skulpturen in Dialog mit der Geschichte von Enteignung und künstlerischer Wiederaneignung des Palais des Beaux Arts Wien.





Als eine Sammlung von Auftragswerken und Texten umfasst das Palais des Beaux Arts Wien ein gleichnamiges Jugendstilgebäude aus dem Jahr 1908. Ohne Schlüssel für den Zugang zum Gebäude werden jedes Jahr Künstler*innen eingeladen, sich mit der gewalttätigen Vergangenheit, der schwankenden Gegenwart und den möglichen Zukünften des Ortes auseinanderzusetzen. Der institutionelle Rahmen übernimmt hier mehrfache Rollen der Aneignung und untersucht, ob und wie künstlerische Interventionen Druck auf größere technologische, ästhetische und politische Ebenen ausüben können, falls überhaupt.

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