Neurotopias
20.5.–22.7.2026
Mit dem Fokus auf die Stimmen derjenigen, die von der Gesellschaft als behindert, verrückt und neurodivergent angesehen werden, lud „Improper Walls“ Künstler*innen dazu ein, sich vorzustellen, wie eine gerechte und neurodiversitätsbejahende Gesellschaft aussehen könnte. Für die siebte Ausgabe der Ausstellung zur Sensibilisierung für psychische Gesundheit wurden Künstler*innen im Rahmen eines offenen Aufrufs dazu ermutigt, ihre Kreativität über die durch die aktuellen Wirtschaftssysteme begrenzten „möglichen“ und „realistischen“ Lösungen hinaus zu erweitern und alternative Realitäten vorzuschlagen, die das gesamte Spektrum von Behinderungen und Bedürfnissen berücksichtigen. Getragen von feministischem Denken, Behindertengerechtigkeit und der Mad-Liberation-Bewegung zielen diese Ausstellung und das begleitende öffentliche Programm darauf ab, einen Raum für eine kritische Analyse der Psychiatrie und die Dekonstruktion von „Normalität“ zu schaffen, ohne dabei in die Dogmen der Antipsychiatrie-Bewegung der 1960er und 1970er Jahre zu verfallen.
https://improperwalls.com/events/2026/neurotopias-exhibition
Improper Walls ist eine multidisziplinäre, interkulturelle Kunstplattform, die von Kulturschaffenden mit Migrationshintergrund als gemeinnütziger Kunstverein im 15. Wiener Bezirk gegründet wurde und betrieben wird. Unser Ziel ist es, die kuratorische Praxis neu zu überdenken, indem wir Kunst als Instrument für gesellschaftliche Reflexion und Transformation verstehen. Wir erkennen die sozialen, kulturellen und politischen Dimensionen sowohl von Kunstwerken als auch von kuratorischer Arbeit an und verstehen Ausstellungen als Räume für kritisches Denken, kollektives Lernen und gelebte Solidarität.